Vierte Phase - Metzinger Bäder
Phase 4: Umsetzung und Bau des Ganzjahresbads
Die Entscheidung von Gemeinderat und Stadtverwaltung für den Bau des Ganzjahresbades ergab sich aus den folgenden drei Zielen:
- Mit der Entscheidung über die Zukunft der beiden Bäder wollen Gemeinderat und Stadtverwaltung eine möglichst große Schnittmenge aller Interessen erzielen.
- Sie wollen einen Zugewinn an Qualität des Sport- und Freizeitangebotes erreichen.
- Sie wollen Metzingens Bäder fit für die Zukunft machen. Nicht nur für die nächsten fünf bis zehn Jahre, sondern mindestens für die übliche technische „Lebensdauer“ eines Bades. Diese beträgt 40 bis 50 Jahre.
Projektplan für die Umsetzung in Phase 4
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
Wirtschaftlichster Bieter:
Das wirtschaftlichste finale Angebot zur schlüsselfertigen Planung und Errichtung des Ganzjahresbades hat der Bieter Gottlob Brodbeck GmbH & Co. KG mit einem Angebotspreis von 61.169.230 Euro (netto) abgegeben. Mit dem Zuschlag verpflichtet sich der Bieter Gottlob Brodbeck GmbH & Co. KG gegenüber den Stadtwerken Metzingen zur Planung und
baulichen Realisierung der Gesamtmaßnahme. Er wird verpflichtet, seine eigene Entwurfsplanung umzusetzen. Neben den vollständigen Planungsleistungen ab Leistungsphase 2 HOAI (Vorentwurfsplanung) ist die komplette Bauleistung inklusive der mit den Nutzern abgestimmten und beauftragten Erstausstattung zur schlüssel- und funktionsfertigen Übergabe zu erbringen. Zur Sicherstellung des hohen architektonischen, städtebaulichen wie funktionalen Planungsniveaus wurden im Verfahren entsprechend angemessene Eignungsanforderungen nicht nur an die Objektplaner, sondern auch an die Fachplaner der technischen Gebäudeausstattung gestellt.
Kosten:
Das gesamte Projektbudget des Ganzjahresbades wird auf 68,8 Mio. Euro (netto) festgesetzt. Der Zuschlag an den wirtschaftlichsten Bieter darf die Stadt Metzingen erst nach Zustimmung des Regierungspräsidiums zum Nachtragshaushalt für die Stadtwerke Metzingen 2024 erteilen. Die Genehmigung des Regierungspräsidiums liegt vor und wurde dem Gemeinderat in seiner Sitzung am 24.07.2024 bekannt gegeben. Sie können diese sowie die zugehörige Pressemitteilung hier abrufen:
- Start der ersten vorbereitenden Arbeiten für neues Ganzjahresbad
- Beschluss des Bebauungsplans Ganzjahresbad
- Bekanntmachung vom 29.07.2025 - vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft Metzingen/Grafenberg/Riederich; Flächennutzungsplan 10. Änderung (Ganzjahresbad Bongertwasen, Ferientagheim, Freiflächen-PV Katzensteig)
- Präsentation der Fa. Gottlob Brodbeck GmbH & Co. KG – Sitzung des Gemeinderats am 28.11.2024
- Aktueller Terminplan zum Ganzjahresbad Metzingen – Stand 28.11.2024
- Genehmigung des Regierungspräsidiums Tübingen zum Nachtragswirtschaftsplan des Eigenbetriebs Stadtwerke Metzingen für das Wirtschaftsjahr 2024 (pdf)
- Pressemitteilung vom 01.08.2024: Regierungspräsidium bestätigt GO! für Bau des Ganzjahresbads (pdf)
Verfahren Bebauungsplan Ganzjahresbad
Änderung des Flächennutzungsplans
Das Regierungspräsidium Tübingen, höhere Baurechtsbehörde, hat die beschlossene 10. Änderung des Flächennutzungsplans der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Metzingen-Grafenberg-Riederich genehmigt.
Vorbereitende Arbeiten für das Ganzjahresbad
Aufwändige Verpflanzung von Großbäumen
Anschließend starteten die Arbeiten für die aufwändige Verpflanzung von Großbäumen am Ferientagheim. Hier wurden zuvor in einem technisch anspruchsvollen Verfahren zehn standortprägende, ökologisch und landschaftlich wertvolle Bäume aus dem Gartenbereich des Ferientagheims ausgegraben und erfolgreich in ein Zwischenquartier am Bongertwasen verpflanzt. Die Stadt und die Stadtwerke Metzingen haben sich bewusst für diesen kosten- und arbeitsintensiven Weg entschieden, um den Eingriff in den bestehenden Baumbestand so gering wie möglich zu halten.Unterstützt wurde die Maßnahme durch die professionelle Expertise einer Fachfirma, die auf die Verpflanzung großer Bäume spezialisiert ist. Mit schwerem Spezialgerät, sorgfältig angelegten Zuwegungen und umfassenden Schutzmaßnahmen wurden die Bäume möglichst schonend entnommen und transportiert. Ziel ist es, ihre Vitalität langfristig zu sichern.
Gerade in Zeiten zunehmend heißer Sommer ist dies ein wichtiger Beitrag zur Aufenthaltsqualität und zum Klimaschutz. Die frühzeitige Integration der Großbäume ist ein Teil der nachhaltigen Gesamtplanung des Ganzjahresbades. Umwelt- und Klimaschutz haben von Beginn an eine sehr wichtige Rolle im Projekt eingenommen. Unter anderem auch durch ein klimaneutrales Energiekonzept, was bisher nur sehr wenige Bäder in Deutschland umgesetzt haben.
Umfangreiche Maßnahmen zum Erhalt und Ausgleich der Streuobststrukturen
- 11 Bäume bleiben erhalten (10 am Standort, 1 wird verpflanzt).
- 6 Höhlenbäume werden als „Baumtorsi“ wieder aufgestellt, um wertvolle Lebensräume zu erhalten.
- 139 hochstämmige Obstbäume werden als Ausgleich neu gepflanzt (die Pflanzung von 115 neuen Obstbäumen ist bereits abgeschlossen; 24 weitere folgen im Herbst 2026).
- Fast 90 Nistkästen und 10 Fledermauskästen wurden Ende 2025 angebracht.
- Die Planung erfolgte unter Einbeziehung der fachlichen Hinweise der NABU-Ortsgruppe Metzingen.
Kontakt Stadt Metzingen
Projekt Ganzjahresbad
Stabstelle Kommunikation - Gremien - Städtepartnerschaften
Stuttgarter Str. 2-4
72555 Metzingen
E-Mail: ganzjahresbad@metzingen.de